Archiv für den Monat: August 2017

Neuer Showroom ab 16. Oktober 2017

Es ist wieder soweit: wir ziehen um. Das Schöne daran ist: wir haben Übung. Erst vor 2 Jahren zogen unser Versandlager und die Verwaltung um. Das Ladengeschäft mit fast 370qm Verkaufsfläche und fast 600qm (nicht wirklich sinnvoll genutzten) Lagerflächen blieben am Meeraner Platz zurück. Mit ihnen also auch unser Möbellager und das Outlet. Die Arbeit im neuen Versandlager machte wieder richtig Spaß: groß, hell, freundlich und mit deutlich angenehmeren Temperaturen vom Frühling bis zum Herbst. Anfangs war es sogar im neuen Versandlager eng. Bis im April 2016 die neue, starke (und unverschämt teure) Warenwirtschaft kam. Anfangs war sie nicht stark. Unsere Nerven auch nicht. Denn bei der Implementierung lief alles schief, was nur schief gehen konnte und wir wurden mit unserem Geschäftsmodell zum absoluten Phänomen in Sachen „Sonderfälle“ gekürt. Wir wussten es schon immer – die Jungs von der besagten Warenwirtschaft nicht. Warum? Weil sie nicht zugehört haben. Weil sie Tapeten mit Joghurt verwechselt haben (also, Tapetenchargen mit Mindesthaltbarkeitsdatum), noch nie etwas vom Provisionsgeschäft beim Möbelverkauf gehört haben oder von Auszahlungen von der MwSt. an unsere Schweizer Kunden. (Sagte ich schon? Sie haben nicht zugehört und viel zu viel versprochen). Und das sind nur ein paar Punkte von vielen. Das Ergebnis: die Tapeten liegen auf dem Packtisch. Aber sie wollen nicht in die Versandbox hüpfen und zum Kunden erst recht nicht. Eine der unzähligen Katastrophen, die niemand voraussehen konnte. Würden wir es nochmals tun? NEIN. Aber wir haben es getan und es gab nicht wirklich einen Weg zurück. Mittlerweile tut die neue, starke (und unverschämt teure) Warenwirtschaft fast immer das was sie sollte. Wenn sie es nicht tut, schwitzt ihr Support noch mehr als wir, weil wir nicht locker lassen. So soll es sein. Aber zurück zum Thema: die neue, starke (und teure) Warenwirtschaft hat uns unheimlich viel Platz gespart. In ohnehin sehr vorteilhaften Lagerflächen die in punkto Grundriss und Zufahrt nahezu nach einem Onlineversand wie uns geschrieen haben, können wir jetzt noch viel mehr unterbringen – und das Beste ist, wir finden es sogar wieder. Stellte sich mit der Zeit die Frage, wie die alten Flächen sinvoller genutzt werden könnten – ohne vernünftiger Anlieferung und mit einem bescheidenen Grundriss. Gleichzeitig haben wir am neuen Standort mehr Lagerkapazität im Erdgeschoss und auf der ersten Etage herrlich moderne, großzügige Räumlichkeiten für unsere Verwaltung und die Näherei: dazwischen aber gute 250qm nicht genutzte Flächen. Da liegt es an der Hand, eine schwere, aber wirtschaftliche Entscheidung zu treffen: der Standort am Meeraner Platz wird aufgelöst, statt Ladengeschäft wird am neuen Standort ein Showroom eingerichtet. Denn immerhin kletterten unsere Mietkosten nach dem Umzug im August 2015 auf stolze 21.000 Euro. Wir sammeln uns kurz. Im Monat. Wie geht es einem/mir dabei, die Türen von unserem Ladengeschäft vorerst zu schließen? Nicht gut. Denn es war mein „Baby“ und das wird es immer sein. Als wäre es gestern gewesen, als mein Mann und ich vor 7 Jahren die komplette Fläche selbst ausgebaut, gestrichen, tapeziert, eingerichtet haben. Andererseits haben wir ein weiteres „Baby“ um das wir uns kümmern müssen, und das ist unser Onlineverkauf.

Niemals hätte ich gedacht, dass Fantasyroom jemals diese Größe und Komplexität erreicht, die fast nicht mehr zu überblicken ist (und mit der neuen, starken, teuren Warenwirtschaft wurden die Abläufe eher verkompliziert als vereinfacht). Dass wir über 15 Mitarbeiter/innen haben werden und so(ooo) viel Platz zum arbeiten brauchen. Dazu kommt der Spagat zwischen Shop und Ladengeschäft. Allein das Bestücken des Ladengeschäfts und das Kassensystem, das mit dem Onlineshop verkoppelt ist – normalste Sache der Welt wenn man sowohl stationär als auch online vertreten ist – stellt uns nahezu täglich vor neuen Herausforderungen (und ja, die Warenwirtschaft macht es nicht einfacher). Zusätzlich wird trotz doppelter Lagerhaltung immer jener Artikel gebraucht, der nicht im Ladengeschäft vorrätig ist – also müssen unsere Kunden quer durch die Stadt fahren um den gewünschten Artikel abzuholen, sofern sie ihn am selben Tag noch benötigen. Oder sie kaufen ihn erst gar nicht. Natürlich wussten wir das auch vor dem Umzug – dass es allerdings so(ooo) oft vorkommt, wussten wir nicht. Mit jeder Abholung kommuniziert der Laden mit dem Lagerteam – der rollende Versand wird unterbrochen. 370qm Ladenfläche zu dekorieren und zu pflegen kosten unglaublich viel (nicht vorhandene) Zeit. Meine natürlich. Natürlich habe ich es abgegeben. Den Verkauf, die Kundenberatung, das Tagesgeschäft sowohl online als auch stationär, die Warenpräsentation im Laden. Zumindest so lange, bis ich von Zeit zur Zeit (kritisch) die Verkaufsflächen unter die Lupe nehme und sofort im Anschluss für ein paar Tage den Schreibtisch verlasse um alles neu zu dekorieren (ich schwöre, ich kann nicht anders). Unnötig zu erwähnen, dass in dieser Zeit alle anderen (und wichtigen) Dinge liegen bleiben, immer wieder. Nach dem kurzen Erfolgserlebnis „hach, sieht der Laden wieder schön aus“, kamen wieder schwere Gedanken: wie lange schafft man den Spagat, wie lange geht das noch gut. Nach dem Schicksalschlag letzten Sommer, der alles auf den Kopf (und in Frage) stellte, macht man sich eben Gedanken. Parallel wird die Sehnsucht nach der damaligen Einrichtungsberatung und dem direkten Kundenkontakt immer größer und ich fragte mich so oft, ob das was wir erreicht haben eigentlich auch das ist, was ich wollte. Und dann wird es Zeit Entscheidungen zu treffen die zwar weh tun, aber trotzdem richtig sind. Wir freuen uns also auf unseren neuen Showroom, der ab dem 16. Oktober geöffnet ist. Wir werden eine sehr schöne Möbelausstellung haben, unsere Herzprodukte von Dinki Balloon werden liebevoll zur Schau gestellt, die Termine für die Einrichtungsberatung werden von mir und meinem Mann wieder wahr genommen – denn mit vereinfachten Abläufen sparen wir Zeit, und diese können wir wiederum mit unseren Kunden verbringen. Darauf freue ich mich ganz besonders! Noch nie war die bekannte und so wahre Aussage treffender: eine Tür geht zu und die andere auf… Zumindest jetzt. Ob wir jemals wieder ein „richtiges“ Ladengeschäft haben werden, wissen wir noch nicht. Das wird sich zeigen. Unser Ladengeschäft am Meeraner Platz 1 ist bis einschließlich 9. September geöffnet. Danach erfolgt der Umzug und die Einrichtung des Showrooms. Ab dem 16. Oktober findet man uns in der Wölblinstraße 70 in Lörrach. Wir freuen uns!