Baustelle, die zweite

Seit wann sind wir eigentlich in unseren neuen Räumlichkeiten? Seit Oktober 2010. Wann haben wir unsere Neueröffnung gefeiert? Am 30. Oktober 2010. Und wie geht´s uns denn heute, gerade mal 4 Monate später? Ach, ganz gut eigentlich – wir bereiten uns (psychisch) auf eine neue Baustelle vor. Machen wir Witze? Nein, das würden wir niemals tun. Haben wir etwas getrunken? Nein, das vertragen wir nicht. Haben wir Langeweile? Nein, die verträgt uns nicht. Warum wollen wir uns dann schon wieder einen neuen Baustellenstress antun? Vom „wollen“ kann keine Rede sein. Wir brauchen (noch) mehr Platz – die Baustelle gibt´s gratis dazu. Und überhaupt, was haben wir uns eigentlich dabei gedacht, letztes Jahr nur 300qm zu mieten? Ganz ehrlich, ich habe keine Ahnung. Zu meiner Entlastung habe ich zu sagen, letzten Sommer als die Planungen statt gefunden haben bewegten wir täglich nur 1/3 der heutigen Paketmenge, Möbel ausgenommen. Apropos Möbel: während wir früher alle 3 Wochen von Bopita beliefert wurden, kommen Lieferungen jetzt wöchentlich bei uns an – min. Menge 2 Paletten, max. Menge 7 Paletten. Das ist ganz schön viel Holz, im wahrsten Sinne des Wortes. So ganz nebenbei hat sich unser Umsatz seit dem letzten Sommer verdoppelt – das setzt eine höhere Lagerhaltung voraus, mehr Platz zum packen, mehr Platz zum arbeiten und mehr Platz zum Schokolade essen. Glücklicherweise hat sich für das Ladengeschäft nebenan noch kein Mieter gefunden, und glücklicherweise stehen noch knappe 450qm Lagerflächen neben und hinter uns leer (also, nicht ganz, da stehen jetzt unsere Möbel). Es kommt was kommen muss: wir nehmen alles was der Vermieter zu bieten hat. Der Laden wird ca. 350qm groß, das Versandlager ca. 450qm. Dazwischen bekomme ich ein Büro, weil das Arbeiten von Zuhause während der Ladenöffnungszeiten nicht so funktioniert wie ich es mir vorgestellt habe (um nicht zu sagen, es funktioniert gar nicht). Nach der Baustelle Nr. 2 ist aber Schluss, es sei denn, alle anderen Mieter fliegen raus. Was sagt man dazu, außer „Donnerwetter, wir müssen einen Wanddurchbruch machen da wo die schönen Tapeten an der Wand kleben“ (das bricht einem fast das Tapetenherz). Apropos Tapeten – ich werde diesmal nicht tapezieren, auch wenn der eine oder andere (oder nur der eine) der Meinung ist, ich tu´s doch.

P.S. Nein, ganz bestimmt nicht.
P.P.S. Unter keinen Umständen.

 
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