Archiv der Kategorie: Kleine Alltagsfreuden

Papalapap

Ist man ein Onlinehändler, hat man mit vielen Herstellern zu tun. Ist man ein bekannter Onlinehändler, hat man mit noch mehr Herstellern zu tun. Ist man ein bekannter Onlinehändler mit ausschließlich geschmackvollen Produkten, hat man jeden Tag mit Herstellern zu tun, die einem ihre mehr oder weniger geschmackvolle Produkte verkaufen möchten. Manchmal (oft, aber pst) haben wir einfach kein Interesse, weil uns die angebotenen Produkte nicht gefallen, das Preis-Leistungsverhältnis nicht stimmt oder das Produkt bei mir einfach keine Emotionen auslöst (letztes muss man jetzt nicht verstehen). Manchmal will der Anbieter dies aber nicht wahrhaben. Manchmal hört er einfach nicht auf zu mailen. Manchmal ruft er auch an, und besteht darauf, mir Muster (aktuell ein Kinderzimmerbild) zur Ansicht zu schicken, damit ich mich von der Qualität überzeugen kann. Dann lasse ich ihn eben dieses Muster schicken. Sein Plan geht nicht auf – denn das Muster gefällt mir aus vielerlei Gründen nicht. Daraufhin ruft er wieder an, ich teile ihm mit, dass mir das Produkt nicht zusagt und ich teile ihm ebenfalls mit, warum mir dieses Produkt nicht zusagt. Er behauptet, das erste Muster sei das falsche gewesen, er möchte ein weiteres Muster zukommen lassen. Ich lasse mich nicht schlagen und ihn ein weiteres Muster schicken – das sich aber kaum vom ersten unterscheidet. Tag X, neuer Anruf: erneut teile ich dem Hersteller mit, warum mir das Produkt nicht gefällt. Denn wenn mir ein Produkt selbst nicht gefällt, kann ich es nicht verkaufen – weil ich keinen Kunden davon überzeugen kann dass dieses Produkt gut ist, wenn ich es selbst nicht gut finde. Daraufhin soll ich die Ware auf meine Kosten wieder zurückschicken. Damit bin ich nicht einverstanden, denn ich wollte die Produkte von Anfang an nicht haben, und er bestand darauf, mir die Muster zu schicken. Er ist aber damit nicht einverstanden, die Versandkosten zu übernehmen. Worum geht es hier eigentlich? Darum, dass die Kritik über die eigenen Werke nicht vertragen wird? Darum, dass wir „nein“ gesagt haben? Darum, dass man auf den Kunden – in dem Fall mich – nicht eingeht und beim Telefonat nicht zuhört, warum mir das Produkt nicht gefällt? Darum, dass es mir freisteht, Dinge die mir nicht gefallen nicht zu verkaufen? Erwarten wir von einem seriösen Hersteller, auf seine Kunden einzugehen? 100%-ig. Denn kein Hersteller kann es sich leisten, es nicht zu tun. Genauso wie wir es uns nicht leisten können, auf unsere Kunden nicht einzugehen. Denn der Kunde ist König. Bei unseren Lieferanten sind wir der König. Bei den eingeschnappten Lieferanten sind wir wohl kein König, aber damit kann ich leben. Vor allem kann ich damit leben bei jenen kein König zu sein, die aufgrund einer Absage Beleidigendes von sich lassen – z.B. sei ich „kantig“ und so würde sich kein Händler anstellen („anstellen“ heisst in diesem Fall, dem Hersteller offen und ehrlich zu sagen, dass mir das Produkt nicht gefällt und ich es nicht verkaufen möchte). Und überhaupt hätte man mit diesem Produkt bereits einen Rießenerfolg (ich kann nicht anders als mich zu fragen, warum man bei einem derartigen Rießenerfolg unermüdlich versucht, die Produkte bei uns loszuwerden). Aber selbstverständlich gönne ich dem Hersteller diesen Erfolg vom ganzen Herzen. Und ich bin gespannt wie lange es dauert, bis er mit dieser Einstellung erfolgreich auf die Nase fällt. Aber da es nicht meine Nase ist, schwamm drüber. Fazit: Fall abgeschlossen, nicht mal Schokolade wert. Danke für´s zuhören ähm lesen dieses äußerst kantigen Beitrags, auch wenn er nicht besonders spannend war. Nun tun wir wieder was Sinnvolles – z.B. mit Herstellern zusammenzuarbeiten die uns rund und nicht kantig finden. Keine Ahnung ob das im Zusammenhang mit Schokolade steht.

 

Ihr Warenkorb ist noch voll…

Vor 4 Wochen bestelle ich vor lauter Urlaubslangeweile bei Regenwetter Visitenkarten nach. Also, fast. Bringe es nun doch nicht zu Ende (ein fataler Fehler). Am selben Tag trudelt eine Email ein: „Wichtig, wichtig, Ihr Warenkorb ist noch voll. Schließen Sie Ihre Bestellung schnell ab.“ (Sonst was? Das Papier geht aus?) Am Tag 3 landet eine weitere „Wichtig, wichtig… “ Email im Postfach. Am Tag 5 wird die nächste „Wichtig, wichtig…“ Email ebenfalls gelöscht. Am Tag 7 wird es ernst: „Wichtig, wichtig, wir können Ihren Warenkorb nur 14 Tage lang speichern. Ihr Warenkorb wird automatisch gelöscht“. (Danke!) Am Tag 9: „Wichtig, wichtig…“. Ich lösche meinen Warenkorb bei diesem Anbieter. Am Tag 11: „Wichtig, wichtig…“ (Häh?) Ich fiebere dem Tag 15 entgegen (das ist der mit dem automatisch gelöschten Warenkorb). Am Tag 15 – Ruhe? Alles leere Versprechungen – die Emails werden sogar verdoppelt. Zum einen werde ich an den vollen Warenkorb erinnert (der aber eigentlich gar nicht mehr voll ist), zum anderen will man mir noch ein passendes Produkt dazu verkaufen. Ich werfe die Nerven weg und schließe meine Bestellung ab, in dem ich meinen erneut gefüllten Warenkorb leere. Am Tag 17: „Wichtig, wichtig, Ihr Warenkorb ist noch voll.“ (Ich bitte um einen schnellstmöglichen Arzttermin um festzustellen, ob ich unter Verfolgungswahn leide.) Am Tag 19, 21 und 23 darf ich mir ebenfalls mitteilen lassen, einen vollen Warenkorb zu haben – wobei am Tag 23 die Visitenkarten geliefert werden. Am Tag 25 folgen 2 weitere Emails. Nun teile ich dem Absender mit, die Karten längst bestellt und geliefert bekommen zu haben mit der Bitte, mir keine weiteren Emails zu schicken. Es folgt eine Noreply Email bzw. eine automatische Empfangsbestätigung: Bitte schreiben sie uns an kundenservice@… und antworten Sie nicht auf Werbeemails. Gut, dann schreibe ich direkt an den Kundenservice mit der Bitte, mich endlich in Ruhe zu lassen – weil ich nachts bereits Albträume habe, per Email, Telefon, Fax und Megaphon auf einen vollen (bzw. schon 2 mal geleerten) Warenkorb aufmerksam gemacht zu werden. Es folgt eine Noreply Email: Bitte schreiben Sie nicht an kundenservice@…, klicken Sie auf den folgenden Link und schreiben Sie uns über das Kontaktformular. (Und wenn Sie auch darauf reingefallen sind, leeren wir Ihnen aus Mitleid Ihren Warenkorb. Sitzen Sie aber bereits auf der Couch, bezahlen wir Ihren Seelenklempner.)

P.S. Und wenn sie nicht gestorben sind, schreiben sie noch heute – alle 2 Tage.

 

Nicht erreichbar

Was hätten wir denn für einen langweiligen Alltagswahnsinn ohne der guten alten Telekom – an einem Freitag, der für viele Pakete und Anrufe bekannt ist. Dieser Freitag war weder für viele Pakete noch für viele Anrufe bekannt, denn um Punkt 10 Uhr brach bei Fantasyroom alles zusammen: Telefon tot, Internet weg – wir sind verloren. Ohne Telefon können wir nicht telefonieren (damit können wir aber noch leben, wenn wir Emails schreiben können), aber ohne Netz können wir alles andere auch nicht: keine Emails schreiben, keine Emails beantworten, keine Ware bestellen, keine Bestellungen bearbeiten, keine Rechnungen und Labels drucken und keine Pakete versenden. Autsch. Nach dem ersten Schock und ein paar Stückchen Schokolade blieben wir tapfer: es ist, wie es ist. Die Telekom wurde per Handy verständigt („der Techniker wird sich dann melden“), und ich nutzte die Gelegenheit, mich ins Büro zu verziehen und gefühlt eine Million Tapeten und Stoffe einzuscannen – eine hervoragende Beschäftigung während der Offlinestunden. Kurze Zeit später fing ich sogar an, das stille Telefon zu genießen – so inmitten von wundervollen Tapeten und Stoffen (mein ganz persönliches Spielparadies) kann die schlechte Laune nicht lange anhalten. Ich war tapfer bis ca. 13 Uhr – danach bekam ich allmählich Panik: ein Freitag, vor einem Wochenende und vor einem Montag, an dem wir geschlossen haben und auch keine Pakete versenden ist eine mittlere Katastrophe, denn das würde bedeuten, wir versenden ganze 4 Tage später. Dann machte es auf einmal „klick“ und wir waren wieder online – der ganz normale Alltagswahnsinn im Versandlager nahm wieder seinen Lauf, nur ungefähr 10 mal schneller. Denn die verlorene Zeit musste wieder aufgeholt werden und außerdem wussten wir nicht, wie lange wir den Luxus haben, online zu sein. Nach einer halben Stunde Schadensbegrenzung waren die nötigsten Pakete gepackt und abgeholt, und bei jedem Klebebandstreifen wollten wir die Telekom verklagen. Das Telefon war nach wie vor tot und alle unsere Kunden die vergeblich versuchten anzurufen fingen an, Emails zu schreiben. Dabei teilte man uns mit, dass die nette Computerstimme nicht besseres wusste als zu behaupten, unsere Telefonummer sei falsch. Liebe Computerstimme, wenn du uns schon mit deinen Kumpels im Stich lässt, wären wir dir sehr verbunden, wenn du unseren Kunden schonend beibringen würdest dass ihr es verbockt habt. Nur so mal für den Fall, dass wir es mit solchen Störungen öfters zu tun haben und infolgedessen einen Briefkastenfirma-Stempel aufgedrückt bekommen. Denn wie wir alle wissen – eine Störung kommt selten allein.

 

Was ist´n das?

Sonntag Nachmittag – die Familie Wilke beschäftigt sich mit einem Tapetenbuch. Na ja, eigentlich nur ich, die restlichen Familienmitglieder werden aufgrund eines Notfalls zu Hilfe gerufen. 4 Paar Augen starren eine Unitapete an und rätseln über ihre Farbe.
Ich: was ist´n das?
Pause.
Chef: hm.
Juniorchefin: hm.
Juniorchef: oh!
Okay, 2. Versuch.
Ich: aubergine hell? Ganz hell?
Chef: altrosa-altlila-gemischt?
Juniorchefin: alsooo, ein bisschen braun ist da auch.
Juniorchef ist sprachlos.
Pause.
3. Versuch.
Ich: Leute, konzentriert euch.
Chef: blasslila-braun-gemischt?
Juniorchefin: …und ein bisschen rosa.
Juniorchef: rosa-lila-kack… (piiiiep!) braun-gemischt?
Pause.
Herstellerangabe auf französisch schafft Abhilfe. Ins deutschisch übersetzt kommt „Obst“ heraus. (Abgesehen davon dass es ein faules sein muss, welches Obst?) Übersetzung von französisch ins englisch und von englisch ins deutschisch bringt uns endlich zum Ziel.
Ich: Pflaume! Ja!
Applaus. Warum sind wir bloß nicht gleich darauf gekommen? Pause. Nachdenken. 4 Kritische Blicke auf die Pflaume gerichtet. Dann die unvermeidliche Frage: Aber wer wählt denn nur diese undefinierbare Farbe für die Kinderzimmerwände??? An dieser Stelle muss sogar ich als bekennender (Zitat vom Chef) „Tapetenjunkie“ passen.  Aber bald ist ja Herbst und die Pflaumensaison beginnt – also gilt es, die Wände farblich auf den Inhalt der Obstschale abzustimmen. Ich gebe zu: es hat gedauert, bis wir dahinter gekommen sind.

 

Adele – Turning Tables

Adele in Paris – kann es eine schönere Kombination geben? Ein Klavier, ein herzzerreißender Text, eine sagenhafte Stimme (und Paris). Eine Stimme, die auch eine Waschmaschinenbedienungsanleitung vorsingen könnte – und wir lägen ihr zu Füßen (Adele, nicht der Waschmaschine). Und weil heute wieder Freitag ist, gibt es ein bisschen Musik hier im Blog (aus Paris, und das macht sie noch ein bisschen schöner). So traurig und so gänsehautartig. Wir packen die Taschentücher aus, drehen laut auf und wünschen allen Bloglesern ein schönes Wochenende.

 

Vorschrift(en)

Hätten wir sie nicht (haufenweise), wären wir nicht in Deutschland. Denn in Sachen Vorschriften macht uns keiner was nach. Was haben alle Vorschriften gemeinsam? Sie sind überflüssig. Oder zumindest nervig. Aktuell: mein verglastes Loch in der Wand ist ein zusätzlicher Fluchtweg in unseren 800qm großen Räumlichkeiten. Bisher dachte ich eigentlich, mein neues Büro ist mein ganz persönlicher Fluchtweg ähm Fluchtort, aber nun muss ich dieses jetzt auch noch teilen. Das ist ja schon mal eine Gemeinheit für sich. Und außerdem haben wir schon 2 Fluchtwege – so viel flüchten kann doch kein Mensch (und überhaupt, wie sollen wir bei so viel Fluchtmöglichkeiten Mitarbeiter finden die freiwillig bleiben wollen). Müsste ich flüchten, würde ich ganz bestimmt die anderen beiden wählen, denn bei diesen handelt es sich um jeweils eine Tür. Mein Fluchtweg ist ein Fenster. Wählt man diesen Weg für die Flucht, kann man nur hoffen, dass die Feuerwehr schon vor Ort ist – denn aus dem Fenster geht es knapp 4m in die Tiefe. Warum die ganze Aufregung? Die Brandschutzmenschen wollen mir einen Feuermelder verpassen. Also, nicht mir, sondern meinem Fluchtweg ähm Fluchtsprung. Und was für einen großen, direkt neben Fenster. Außerdem ein beleuchtetes Notausgang- ähm Notaussprungschild darüber. Ich sehe meine pinkfarbenen Vorhänge ziemlich gefährdet, weil dieses Dings, das einem zeigen soll wo man sich in die Tiefe stürzen muss, nicht verdeckt werden darf – nicht mal von pinkfarbenen Vorhängen. Sämtliche Argumentation meinerseits ist fehlgeschlagen – z.B. dass nur ich im Büro sitze und wohl weiß wo ich aus dem Fenster springen muss um mir was zu brechen, und außerdem die Sache für mich ziemlich gefährlich ist, weil ich in unserem Alltagswahnsinn oft mit dem Gedanken spiele aus dem Fenster zu springen, und man sich strafbar macht, wenn man mir dabei auch noch den Weg zeigt (und überhaupt ist das mein Büro und so kann ich nicht arbeiten). Alles mit ohne Erfolg – großer roter Feuermelder neben Fluchtweg der ab sofort nicht mein eigener Fluchtweg ist und keine pinkfarbenen Vorhänge vor dem Feuermelder sonst Schimpfe vom Brandschutzmenschen (der auch noch meint, regelmäßig vorbei zu kommen um nachzuschauen, ob ich schummle). Mein Gott, der ist ja fast dickköpfiger als ich und das auch noch vorschriftsmäßig.

 

Häh, wieso?

Sie hat uns eiskalt erwischt – die Vorpubertät. Mit uns wird nur noch in Form von „häh, wieso?“ gesprochen. Zur Abwechlsung wird „häh, wieso?“ hin und wieder mit einem „denn“ am Ende versüßt. So führen wir täglich Unterhaltungen auf höchstem Niveau:
– Bring das bitte in dein Zimmer.
– Häh, wieso?
– Schatz, aufstehen.
– Häh, wieso?
– Wir müssen einkaufen gehen.
– Häh, wieso?
– Hörst du auf damit?!
– Häh, wieso denn?!
Darauf waren wir nicht vorbereitet. Und das macht uns Angst. Überhaupt macht es uns Angst, dass wir auf viele Dinge nicht vorbereitet sind die auf uns zukommen werden. Um ehrlich zu sein, hofften wir insgeheim auf ein Wunder, die Pubertät (mit all ihren Vor- und Nachwehen) würde uns erst dann heimsuchen, wenn die Kinder mindestens 18 sind – und damit alt genug, um auch gleich auszuziehen. Dennoch sind wir stolz (und erleichtert), die Phase 1 (von 675) ohne bleibenden Schäden überstanden zu haben. Diese hieß nämlich „alte(r), chill mal“.

 

Adele – Someone Like You

Zuhause oder im Urlaub – Adele ist überall „dabei“ (und hat mich durch so manchen Mieswetter-Urlaubstag gebracht). Eine Powerstimme mit gerade mal 21 Jahren – das muss man ihr erst einmal nachmachen. Und egal wie groß der Stress oder der Kummer ist, oder wie lang und anstrengend der Tag war – bei diesen Tönen komme sogar ich kleines Stresslein sofort zur Ruhe. Und es gibt nicht viele Stimmen, die das schaffen. Für einen guten Start ins Wochenende gibt es heute ein bisschen Musik im Blog. Viel Spaß!

 

Alle Jahre wieder…

… und jedes Jahr noch ein bisschen schlimmer: das Nachferienchaos. Ein Fahrer – Tausend Möglichkeiten, uns das Leben nach den Ferien noch ein bisschen schwerer zu machen. Denn jedes Jahr teilen wir DPD vor den Ferien mit, ab wann wir wieder da sind bzw. Warenanlieferungen und Abholungen wieder stattfinden. Und jedes Jahr meint ein und derselbe Fahrer, an diesen Zeitangaben ein bisschen herumschrauben zu müssen. Natürlich zu seinen Günsten – denn ein Tag ohne Besuch bei Fantasyroom bedeutet im Durchschnitt, 50-70 Pakete weniger bewegen zu müssen. Nach den Ferien steigt diese Menge schnell auf das 3-fache pro Tag an. Vor 2 Jahren fuhr er auch nach den Ferien in aller Seelenruhe an unserem alten Laden vorbei, ohne Pakete zu liefern oder abzuholen. Letztes Jahr hatte er uns nach eigenen Angaben „vergessen“ (und bekam einen Riesenärger mit seinem Chef). Dieses Jahr verlängert er unseren Urlaub einfach so bis zum 28.08. und lässt alle Pakete im Depot liegen. Dabei hatten wir die Zentrale benachrichtigt, die Ware bereits am 22.08. zu benötigen. Wir sind stocksauer. Wir sind außer uns vor Wut. (Wir erteilen ihm ein Gummibärchenverbot – lebenslänglich.) Denn unsere Kunden sind auch sauer. Und sie wollen wissen, wann ihre Ware kommt. Nach einem beinahe-Nervenzusammenbruch, 2 Tafeln Schokolade und 6 unschönen Telefonaten bekamen wir am Tag 3 ganze 17 Pakete und der Fahrer (m)eine volle Palette Temperament. Leider ist das nur ein kleiner Teil der liegengeblienen Ware und etliche Kundenbestellungen sind unvollständig – und somit nicht versandfertig. Nicht nur, dass uns die liegengebliebene Arbeit im Nacken sitzt und wir gar nicht wissen wie wir 2 Wochen Versandpause aufholen sollen, müssen wir jetzt auch noch abwarten bis alle Pakete in den Tiefen des Depots erneut sortiert werden und den Weg zu uns finden. Hab´ ich eigentlich schon gesagt? So kann ich nicht arbeiten!

 

Eurovision Song Contest

Na, auch am vergangenen Samstag vor´m Fernseher geklebt? Ja? Dann sind wir uns einig: Düsseldorf hat gestrahlt. Nein? Macht nichts, sehr viel haben Sie gar nicht verpasst (obwohl, hyperaktiven Flummis mit 20cm hoher Besenfrisur, 1m lange Zipfelmützen und durchgedrehte Rocker aus einer anderen Dimension sieht man nicht alle Tage – vor allem nicht alle auf einem Haufen). Damit wir alle wissen wieviel Millionen Deutschland für eine 3,5-stündige Show hinblättern durfte/wollte/wollen musste, wurde bereits in den ersten Minuten ein Filmchen gezeigt: nämlich wie aus einem gewöhnlichen Fußballstadion im Schnelldurchlauf eine fantastische Bühne wurde. Und spätestens jetzt weiß ich, warum ich so viel Steuern zahlen muss. Fazit: Fußball ist gar nicht mal so schlecht.