Doppelgänger

Immer wieder entzückend, die doppelte Passwörter Vergabe bei verschiedenen Herstellern – Passwörter für Ihre Händlershops. In diesen Shops wird die Ware nachbestellt und eigentlich habe ich auch nichts gegen diese Shops – im Gegenteil – ist mit Sicherheit eine schnelle und bequeme Lösung für die reibungslose (Nach)Bestellung – wären da nicht die schon erwähnten doppelten Vergaben. Und was bedeutet eine doppelte Vergabe? Das bedeutet z.B. dass jemand anders Ware bestellt – ich sie dann aber bekomme und auch noch bezahlen darf. So erreichte mich vor wenigen Monaten ein kleines Päckchen eines Tapetenherstellers, mit dem wir eigentlich gar nicht mehr zusammen arbeiten. Im Päckchen waren 2 Bordüren – ich weiß nicht in welchem Raum man diese hätte anbringen können, ich weiß nur, meine Oma hätte sie auch altmodisch gefunden. Selbstverständlich vor über 30 Jahren, als sie noch lebte. Insofern war es schon fast eine Beleidigung, diese Bordüren an unsere Adresse zu schicken. Was folgte, war ein stundenlanges hin und her, weil ich ja schließlich beweisen musste, diese Bordüren niemals – und damit meine ich auch nicht nach 2 Gläser Sekt, die mal unter uns gesagt bei mir für 3 Promille sorgen – bestellt zu haben. Und die Sachbearbeiterin am anderen Ende der Leitung war tief und fest überzeugt, dass ich mit meinem Passwort diese schrecklichen Dinger bestellt haben muss. Erst als ich Sie überreden konnte einen Blick in unseren Onlineshop zu werfen, ließ sie endlich locker und die Bordüren aus der anderen Dimension wurden wieder abgeholt. Im aktuellen Fall handelt es sich um einen Lieferanten, von dem ich die Zugangsdaten bereits habe, mich aber aus Zeitmangel noch nicht um die Bestellung kümmern konnte. Das hab´ich jetzt davon, denn heute landet in meinem Postfach eine Rechnung – mit der Bitte um Überweisung. Aus purer Neugier schaue ich mir mal an, was ich denn so bestellt haben soll, und falle fast vom Stuhl:  Playboy Plastikbecher. Ich habe nun zurückgeschrieben, dass ich keine Playboybecher bestellt habe und bin gespannt, ob es mir abgenommen wird. Frage mich aber trotzdem, ob die Sachbearbeiterinen sich eigentlich auch den Firmennamen anschauen, bevor sie eine Rechnung ausstellen. Ein Blick auf „Wohnträume für Kinder“ hätte vermutlich gereicht, um keine Playboybecher auf diese Rechnung zu setzen. Aber ich schätze sie hat nur „Fantasyroom“ gelesen – was ja  (leider) vieles bedeuten kann. Das hab´ich davon, wenn ich eindeutig zweideutige fantasieanregende Firmennamen vergebe. Und bevor der Blogleser falsche Schlüsse zieht: nein, es wird keine Playboy Artikel in unserem Shop geben – auch wenn ein schicker Hase drauf ist. Es handelt sich um eine Agentur, die eine holländische Firma vertritt. Und ausschließlich Produkte dieser holländischen Firma werden bei der Agentur bestellt – mit oder mit ohne Promille.

 
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