Dunkel hier drin (mal wieder)

Wenn ein Teil der Ladenbeleuchtung (mal wieder) nicht geht, werde ich (mal wieder) zum Schwein. Diesmal steht Annette Frank im Dunkeln – bzw. die Annette Frank Koje. Erste Maßnahme: den Mann anrufen um zu erfahren, welche Sicherung für diese Ecke zuständig ist (weil ich es mal wieder vergessen habe). Der Mann sagt aber, die betroffene Steckdose hat immer mal wieder keinen Strom. Der Mann sagt auch, ich soll mit einem Phasenprüfer testen, ob Strom (mal wieder) weg ist. Aha. Hätte dieser Blog nicht ganz so viele Leser, würde ich jetzt spontan fragen, wie einem Phasenprüfer anzusehen ist, dass der Strom weg bzw. da ist (ich könnte es aber evtl. auch direkt mit einem Finger testen). Vielleicht leuchtet er, wenn es Strom gibt – der Phasenprüfer, nicht der Finger (wobei der Finger bestimmt auch leuchten würde, mit allem was an ihm noch dran hängt natürlich). Das wäre mal einleuchtend (was für ein Wortspiel). Er leuchtet aber nicht (der Phasenprüfer). Na gut, vielleicht leuchtet er deswegen nicht, weil auch kein Strom da ist (das wäre auch mal wieder einleuchtend). Dann komme ich auf eine blendende Idee, die Leuchtfunktion des Phasenprüfers an einer anderen Steckdose zu testen, die immer prima funktioniert. Das Ding leuchtet aber da auch nicht. Das Ding fliegt in die Ecke, und ich schnappe mir alle Dreifachstecker aus dem Vorrat, um Annette Frank bzw. ihre Koje zu verkabeln (sind ja nur vier Lampen die zum leuchten gebracht werden müssen). Dann krieche ich unter die sämtlichen Betten, ziehe Kabel, stecke ein, stecke wieder aus, haue mir mindestens vier mal die Birne den Kopf an (für jede Lampe einmal) und ziehe quer durch den Laden aneinander gekoppelte Dreifachstecker bis zu einer funktionierenden Steckdose. Et voilá, Annette Frank leuchtet, bzw. ihre Koje. Nach einer halben Stunde Strom sparen, ein bisschen krabbeln (der Boden wäre somit auch gewischt) und vier Beulen kann frau sich (mal wieder) auf das wesentliche konzentrieren.

 
Beitrag teilen: