Häh, wieso?

Sie hat uns eiskalt erwischt – die Vorpubertät. Mit uns wird nur noch in Form von „häh, wieso?“ gesprochen. Zur Abwechlsung wird „häh, wieso?“ hin und wieder mit einem „denn“ am Ende versüßt. So führen wir täglich Unterhaltungen auf höchstem Niveau:
– Bring das bitte in dein Zimmer.
– Häh, wieso?
– Schatz, aufstehen.
– Häh, wieso?
– Wir müssen einkaufen gehen.
– Häh, wieso?
– Hörst du auf damit?!
– Häh, wieso denn?!
Darauf waren wir nicht vorbereitet. Und das macht uns Angst. Überhaupt macht es uns Angst, dass wir auf viele Dinge nicht vorbereitet sind die auf uns zukommen werden. Um ehrlich zu sein, hofften wir insgeheim auf ein Wunder, die Pubertät (mit all ihren Vor- und Nachwehen) würde uns erst dann heimsuchen, wenn die Kinder mindestens 18 sind – und damit alt genug, um auch gleich auszuziehen. Dennoch sind wir stolz (und erleichtert), die Phase 1 (von 675) ohne bleibenden Schäden überstanden zu haben. Diese hieß nämlich „alte(r), chill mal“.

 
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