Ich oder wir

Als Fantasyroom Onlineshop vor über drei Jahren an den Start ging, wurde entschieden dass aus „ich“ ein „wir“ wird: wir bemalen Ihre Möbel, wir erstellen Ihnen ein Angebot, wir planen Ihr Kinderzimmer. Hinter „wir“ stand aber ich: ich bemalte die Möbel, ich erstellte Angebote, ich plante die Kinderzimmer (die Möbel baute ich natürlich nicht selbst). Ohne Hilfe und Unterstütztung meines Mannes und der verständnisvollen Kinder (die auch in ihrem zarten Alter von zwei-drei Jahren lernen mussten Verständnis zu haben) hätte ich es nicht geschafft, keine Frage. Dieses „wir“  ist mittlerweile aus meinem Alltag nicht wegzudenken und Onlineshop-Kunden gehen mittlerweile von einer ganzen Fantasyroom-Mannschaft aus. Anders  die lokalen Kunden: sie wissen längst dass es ein „ich“ gibt, denn jedes mal wenn sie den Laden betreten sehen sie mich. Wenn sie anrufen hören sie mich und wenn sie schreiben schreibe ich zurück. Man könnte also sagen, das „Geheimnis“ wäre gelüftet :) Für mich persönlich ein komisches Gefühl, denn verglichen mit so manchem (Online)Geschäft mit bis zu 10 Angestellten ist man „klein“. Natürlich suche ich mittlerweile Verstärkung, denn abgesehen vom wachsenden Kundenstamm ist immer noch die Frage was wenn: ein Kind krank wird, ich krank werde oder ein wichtiger Termin während der Öffnungszeiten wahrgenommen werden muss. Viele Kunden bekommen große Augen wenn sie erfahren dass der Shop nur von mir gepflegt wird. Aber genau diese Kunden verstehen dann auch sehr gut warum nicht alle Ladenprodukte online sind und genau diese Kunden kommen unheimlich gerne wieder. Nicht selten musste ich sogar die Frage beantworten ob Fantasyroom eine Kette ist, weil der Onlineshop so schön und professionell aussieht. Und genau das ist der Grund für diesen Beitrag:  ich finde, anstatt sich hinter dem „wir“ zu verstecken weil man alles alleine bewältigt ist es an der Zeit auch mal stolz auf sich zu sein, auf das was man geschaffen hat und auf den „Lieblingsladen“ vieler Kunden in Lörrach, Basel und Umgebung der in dieser kurzen Zeit bereits viele Herzen erobert hat. Und ich spreche nicht nur von mir: da draussen gibt es unzählige große und kleine Onlineshops und Lädchen die mit Herz und Seele von einer Mutter betrieben werden. Die während den Schul- oder Kindergartenferien andere Öffnungszeiten haben, die im Sommer ein Betriebsferien-Schild an der Ladentür und im Shop haben (und vielleicht gerade deshalb etwas Besonderes bleiben) und ihren Shop und Laden nicht nur funktionell, sondern auch mit viel Liebe einrichten. Mütter die bei Wehwechen für Ihre Kinder da sind und trotzdem ein Geschäft führen. Und genau diese Mütter sollten sich endlich bewußt werden was sie leisten: im Geschäft, Zuhause oder im Freizeitstress, sich an die Schulter klopfen und stolz auf sich sein. Und die schönste Belohnung bekam ich heute morgen, beim wunderschönen Muttertagsständchen im Kindergarten meiner Tochter. Sie war hin und weg vor Freude dass ich  es geschafft habe dabei zu sein, schaute mich die ganze Zeit an und sang voller Hingabe ihre Zeilen: „ich mag dich sooooo!“ Nur ein paar Minuten später musste ich den Laden aufmachen und von Lörrach trennte mich noch eine 15-minütige Autofahrt. Aber es hat funktioniert. In diesem Sinne, liebe Mamis, wir ich wünsche Euch alles Gute zum Muttertag!

 
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