Kind & Jugend in Köln

Das 7. Gebot: du sollst nicht dänische Süßigkeiten essen. Auch dann nicht, wenn du sie aufgedrückt bekommst. Eigentlich sollte ich es ja wissen: bereits vor 2 Jahren habe ich an der oben genannten Messe einen dänischen Schokoladenbonbon essen müssen. Im selben Moment als ich den braunen Würfel in den Mund steckte, waren sämtliche Verhandlungen mit diesem Lieferanten beendet – der Schokowürfel klebte meinen Mund so zusammen dass ich kein Wort mehr herausbekam (vermutlich wurden diese Leckereien eingesetzt um beim Kunden stille Zustimmung zu provozieren – fiel man darauf rein, konnte man für ca. 20 Minuten nicht mehr sprechen). Damals warf ich meinem Mann hilfesuchende Blicke zu, so dass er das Gespräch übernahm bis ich (schweißgebadet) diese klebrige, harte Schokolade herunterwürgte. Diesmal musste ich einen Keks essen – auch an einem dänischen Stand. In der Hoffnung, Dänen würden sich mit Keksen besser auskennen als mit Schokolade, nahm ich aus Höflichkeit einen angebotenen Keks dessen Alter ziemlich undefinierbar war. Einen Quadratmilimeter der steinharten braunen Masse habe ich klein bekommen, den Rest unauffällig beseitigt als mein Gesprächspartner kurz abgelenkt war. Glücklicherweise klebte er nicht (der Keks, nicht der Gesprächspartner) und konnte problemlos in der Hand versteckt werden, bis ich ihn unter´m Tisch in meine Tasche mit Katalogen gleiten ließ. Natürlich habe ich ein paar Minuten später einen neuen Keks angeboten bekommen (entweder sah ich sehr hungrig aus oder man hat sich über das rekordverdächtig schnelle Keksvernichten gewundert), aber auch Höflichkeit hat ihre Grenzen. Was lässt man nicht alles über sich ergehen um schöne Produkte zu bekommen…

P.S. Messemarathon überstanden, schon wieder Geld ausgegeben, viele unserer netten Lieferanten getroffen und die Gespräche sehr genossen. Wie immer war auch diese Messereise anstrengend (vor allem das unauffällige Beseitigen von dänischen Süßigkeiten), aber sie hat sich gelohnt.

 
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