Kinderzimmergestaltung (1)

Es ist mal wieder soweit, die Zimmer unserer beiden Kinder werden umgestaltet. Zugegeben, die Umgestaltung bzw. Neugestaltung nach dem Einzug liegt knapp drei Jahre zurück, und in einem Kinderzimmer ist das eine halbe Ewigkeit. Und da dachte ich mir, ich starte mal eine Art „Kinderzimmerserie“ hier im Blog – wo die Leser unsere Raumgestaltung ein bisschen mitverfolgen können. Schließlich sind fast alle verwendeten Produkte bei uns erhältlich und außerdem wird sich das Ganze über mehrere Wochen hinziehen. Auslöser für die ganze Aktion waren bzw. sind Kinderbetten: der Sohn hat ein Hochbett, möchte jetzt aber wieder im „normalen“ Bett schlafen. Bei der Tochter ist es umgekehrt: sie hat ein „normales“ Bett, möchte jetzt aber ein Hochbett. Da dachten sich Mama und Papa, warum tauschen die Kinder nicht einfach ihre Zimmer und alle sind glücklich (vor allem Mama und Papa). Der Plan ging leider nicht auf und sorgte bei beiden Kindern für Entsetzen (na ja, man soll nichts unversucht lassen). Die Tochter möchte kein Raumschiffbett und ein blaues Zimmer erst recht nicht und der Sohn möchte auf keinen Fall in einem Froschkönigbett mit Krönchen schlafen und bei rosa lässt er nur „bäääh“ von sich (also von mir kann er es nicht haben). Kommen also Mama und Papa nicht so leicht davon. Außer Betten brauchen die Kinder auch größere Schränke. Es liegt also nahe, die kompletten Räume umzugestalten und es wurde beschlossen, zuerst das Zimmer unserer Tochter in Angriff zu nehmen. Und wenn schon eine Baustelle, dachte ich mir, warum denn nicht auch gleich tapezieren (sollte ich später bereuen). Schließlich bin ich ja – ob ich es will oder nicht – ein Tapezierprofi, und außerdem habe ich täglich so viele Tapeten in der Hand, dass ich mir ein Leben ohne schon gar nicht mehr vorstellen kann. Was folgte waren ein paar ziemlich anstrengende Wochen, denn zwei Kinderzimmer sind einfach viel zu wenig für all die schönen Tapeten die es auf der Welt gibt (nein, wir denken trotzdem nicht über weitere Kinder nach). Alle waren restlos überfordert, vor allem ich. Aber ich bin ja auch selbst schuld, denn ich habe die ganzen Tapetenbücher eingekauft (ich wusste es, die Sache wird irgendwann kein gutes Ende haben). Tagein, tagaus wurden Bücher und Musterrollen aus dem Laden nach Hause (und zurück) geschleppt, bis sich die kleine Dame entschieden hat. Die Auswahl fiel auf – auf den ersten Blick recht unscheinbare – Märchenwelttapeten. Und da es sich um Vliestapeten handelt – und mein ´rumsauen mit Kleister somit auch in Grenzen – versuchte ich erst gar nicht zu wiedersprechen. Außerdem nutzt das bei unserer Tochter sowieso nicht viel (ganz die Mama, aber pssst). Und heute, 2 Tage nach dem Tapezierwahn – Kind glücklich, Mama kaputt und glücklich, Tapeten an der Wand. Das wichtigste: alle sind von „unscheinbaren“ Tapeten begeistert. Eine unglaubliche Raumwirkung die unsere Erwartungen mehr als übertroffen hat. Im oberen Wandbereich wurde Bubble in weiss/rosa verwendet, im unteren Bereich Bonbonrosa. An einer Wand wurde Kitty in rosa/grün angebracht, in Verbindung mit passenden Sticker. Der 15qm Raum hat durch die Mustertapete optisch einige Quadratmeter dazu gewonnen und wirkt jetzt um einiges größer. Die restlichen Möbel sind auch schon da und dann geht es an die Feinheiten wie Textilien, Lampen und Bilder (mit Papas Worten: „schnick-schnack“). Außerdem bekommt das Bopita Halbhochbett noch ein paar Vorhänge. Fortsetzung folgt…

P.S. Wozu braucht man ein Fitnessstudio, wenn Muskelkater auch mit ein paar Tapetenrollen, Wänden, Dachschrägen und Leiter zu bekommen ist (und was für einer). Ich muss einfach öfters tapezieren, dann schaff´ ich es vielleicht auch ohne…

 
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