Lampenfieber

Ich habe neue Lampen organisiert (der regelmäßige Blogleser ahnt schon – ich könnte mich schon wieder selber küssen). Ich habe richtig schöne Lampen organisiert – sogar jene Wandlampen, die ich verzweifelt versuchte aufzutreiben seit es Fantasyroom gibt (also 5 Jahre). Ich habe mich unsterblich verliebt, und anschließend habe ich gefühlt eine Million Lampen gekauft. Ich habe gefühlt eine Million Lampen in unserem Laden untergebracht (konnte tatsächlich noch ein paar freie Ritzen entdecken). Mein Mann hat eine Wandlampe aufgehängt – über einem Bett, genau gegenüber der Ladentür. Die Lampe hat einen Pünktchenschirm in rosa (was denn sonst). Und sie leuchtet. Und jetzt warte ich. Worauf? Darauf, dass ein Kunde diese zuckersüße Lampe eines Blickes würdigt und sich (auch) unsterblich in sie verliebt. Ich vergesse schon fast zu atmen, wenn jemand vor diesem Bett steht – in freudiger Erwartung, gleich „Was für eine süße Lampe!“ von ihm zu hören. Ich warte, was passiert. Es passiert – nichts (Folge: Atemnot). Zugegeben, unser Laden ist voll. Unser Laden ist so voll, dass sich unsere Kunden über 2 Stunden drinnen aufhalten und trotzdem viele Dinge übersehen (aktuell – Lampen). Also ich kann es ihnen gerade noch verzeihen. Im neuen Laden will ich aber hören: „Frau Wilke, was für schöne Lampen!“ (und zwar spätestens 10 Sekunden nach betreten des Ladens). Ich helfe der Sache auch ein wenig nach und stelle sie so bald wie möglich online. Aber dass sie im Laden übersehen werden bricht mir fast das Herz. Muss ich halt schon wieder Schokolade essen.

 
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