Schön dass wir wieder da sind!

Wir sind wieder im Lande – und es fühlt sich an, als wären wir gar nicht weg gewesen. Zum einen waren wir gar nicht so(ooo) weit weg – ein bisschen an der holländischen Küste. Zum anderen ging unser Plan „Sonne und Wärme tanken“ nicht wirklich auf. Denn seit diesem Urlaub wissen wir: willst du Sonne und Wärme, fährst du nicht nach Norden. Weiß doch eigentlich jedes Kind. Wir wollten aber nicht nur Sonne und Wärme tanken, sondern auch ein bisschen Ruhe – und die bekommt man nicht dort, wo sich Urlauber schon morgens um 6 um die Liegestühle streiten. Was bietet sich denn da an? Richtig, der traumhafte Nordseestrand mit ganz viel „kann ich jetzt nicht mehr sehen weil in allen Ritzen Sand“, atemberaubender Landschaft und – Ruhe. Regen, Kälte und Wind gab es gratis dazu. Und zwar an ganzen 12 Tagen (von 14). Das erste Wochenende fiel ins Wasser (wir ließen uns nicht provozieren). Die Woche darauf auch (wir ließen uns ein bisschen provozieren). Das Wochenende darauf auch (ich wollte Koffer packen und morgens um 6 um einen Liegestuhl streiten). Aber danach ließ sich die Sonne blicken (2 mal). Während die abgehärteten Einheimischen bei 17 Grad und stürmischem Wind fröhlich in den Wellen plantschten (zugegeben mit lautem Geschrei, was vermutlich auf das popo-kalte Wasser zurückzuführen war), verließ ich das Strandhäuschen an kalten Tagen nur im Zwiebellook bestehend aus mindestens 5 Lagen, Jeans und Gummistiefel (und verfluchte den täglich ausgehängten Wetterbericht im Strandrestaurant, der immer wieder strahlenden Sonnenschein ankündigte). Stiegen die Temperaturen auf heisse 20 Grad an, zogen wir uns schneller aus als man gucken konnte. Ans Eincremen war aber nicht zu denken, denn mit steigenden Temperaturen stieg die Windstärke auch an – inmitten von Sandmassen war man innerhalb weniger Minuten paniert wie ein Wienerschnitzel. Aber wir ließen uns nicht provozieren (und kassierten einen Sonnenbrand). Wir gaben nicht auf und versuchten sogar, uns auf eine Strandmatte zu legen (schon mal bei Windstärke 6 versucht?) – sich inkl. Matte bäuchlings kerzengerade in den Sand fallen lassen, alle 4 von sich strecken und vorzugsweise fest auf die Ecken pressen, um nicht wie auf einem fliegenden Teppich abzuheben. Wer jetzt denkt es war alles schlecht – nein, war es nicht. Zum Beispiel hatte ich immer einen Heidenspaß, wenn Strandmenschen verzweifelt versuchten ihre Drachen steigen zu lassen: sie flogen nämlich meistens mit und wenn es besonders spaßig war, dann wurden sie bäuchlings meterweit vom Drachen durch den Sand gezogen (hab ich schon gesagt? Es war sauwindig). Nordsee Fazit: Strandspaziergänge mit Lieblingsmusik in den Ohren, Meeresrauschen genießen und vor sich hinträumen – eins plus (zugegeben, das war wunderbar). Sonne und Wärme tanken – setzen, sechs. Zuhause angekommen, schwitzen (und jammern) die Mitmenschen bei 30 Grad. Was sagt man dazu? Leute, Eure Probleme möchte ich haben!

 
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