Shop, der „abgespeckte“

Einen Onlineshop zu betreiben lässt einen arm werden. Vor allem wenn man, damals noch ahnungslos wie ein Shop überhaupt zu funktionieren hat, für teueres Geld einen Shop installiert bekommt der: 1. für Google und andere Suchmaschinen überhaupt nicht existiert, 2. ausser verkaufen so ziemlich gar nichts kann (die Laien würden jetzt sagen mehr braucht man auch nicht), 3. nicht mal eine Newsletter- und Gästebuchfunktion hat, 4. anfangs so ausgelegt war, ausser in den Artikelbeschreibungen absolut ohne Text auskommen zu müssen (sehr „vorteilhaft“ für Suchmaschinen), 5. ich als Shopbetreiber keine neuen Seiten anlegen kann usw. Die Liste ist lang und ich könnte die nächsten 3-4 Stunden damit verbringen, diese zu vervollständigen. Nun kommen wir zum Ergebnis: für jeden Pups braucht man eine Erweiterung. Eine Erweiterung und Umzug auf einen anderen Server damit die Metatags überhaupt installiert werden können, eine Erweiterung damit die Kategorien mit einer Beschreibung „bestückt“ werden können, eine Erweiterung damit man als Shopbetreiber auch andere, informative Seiten anlegen kann, eine Erweiterung damit die Versandkosten nach Zonen angezeigt werden können, eine Erweiterung damit die AGB beim Bestellvorgang akzeptiert werden müssen usw. Betreiber anderer Shopsysteme werden jetzt mit Sicherheit Hände über den Kopf zusammenschlagen – sofern sie diese Zeilen lesen. Aber genau so sieht es aus. Der Shop war anfangs eine „Maske mit nix dahinter“. Heute gibt es Shops für 250 Euro – und diese können so ziemlich all das, was wir uns nachträglich (auch für teueres Geld) einbauen lassen haben. Waren wir zu früh dran? Waren wir so naiv? Sind wir aus Unwissenheit über den Tisch gezogen worden? Mit Sicherheit. Denn wenn ich Ihnen verraten würde, wieviel Geld in diesem Shop steckt, würden Sie nicht nur die Hände über den Kopf zusammenschlagen, sondern rückwärts aus Ihrem Stuhl kippen.

Ein kleiner „Trost“ am rande: der „Shopinstallierer“ schmückt sich zumindest nicht mehr mit unserem Shop als Referenzprojekt. Erstens hat unser Shop so wie er jetzt aussieht mit seiner Arbeit nichts mehr zu tun (weder das für Besucher sichtbare, noch das unsichtbare Teil), und zweitens scheint er nicht in der Lage zu sein, so etwas zu erstellen. Nun, die Einsicht ist der beste Weg zur Besserung.

Und ich? Ich werde weiter sparen. Wofür? Sagen wir´s gemeinsam: E-r-w-e-i-t-e-r-u-n-g. Damit der Shop irgendwann so benutzer- und kundenfreundlich ist wie ich ihn haben will. Und damit sich unsere Kunden auch irgendwann über einen Newsletter von Fantasyroom freuen können, ohne dass ich einen halben Tag damit verbringe, diesen zu versenden.

 
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