Speditionen und andere Chaoten

So langsam wird einem der Möbelverkauf und Versand richtig vermiest. Nicht mal Kleinmöbel „überleben“ es in einem mit Luftpolsterfolie und Styropor vollgestopftem Paket bis zum Kunden, bei größeren Möbel nehmen wir ausschließlich eine Möbelspedition in Anspruch. So oder so ist der Versand ein Drauflegegeschäft und unterm Strich bleibt die Überlegung was man an welcher Stelle verändern kann oder muss. Die Preise der Spediteure sind stark angestiegen, was in Verbindung mit hohen Spritpreisen verständlich ist. Gleichzeitig lässt aber der Service nach und das ist der Punkt mit dem ich nicht leben kann. Wir werben mit einer telefonischen Avisierung, dass die Möbel bis ins Kinderzimmer getragen werden usw. Die telefonische Avisierung findet nach wie vor statt, allerdings werden die Möbel trotzdem nicht zum angegebenen Zeitpunkt ausgeliefert. Das heisst ein Kunde sitzt einen halben Tag Zuhause und wartet. Vergeblich, denn der Fahrer hat es wieder mal nicht geschafft. Dann geht die „Jagd“ los: das Telefon glüht und es wird nachgeforscht wo die Möbel stecken. Sind sie denn endlich ausgeliefert, kommt eine dicke Rechnung. Diese wird zum einen nicht vollständig mit unseren Versandkosten abgedeckt, und zum anderen gibt es kein Entgegenkommen der Spedition für die verspätete Lieferung, eine Entschädigung für den Kunden für den evtl. freigenommenen Arbeitstag um die Möbel zu empfangen usw. Dann ist der Punkt erreicht, wo wir uns überlegen müssen ob wir einen anderen Geschäftspartner suchen, oder es gleich mit Möbelversand bleiben lassen. Letzteres wird sicherlich schwierig sein, weil unsere Möbel in ganz Deutschland ausgeliefert werden und Kunden die keine Möglichkeit haben Ihre Möbel selbst abzuholen stark benachteiligt wären. Einen anderen Geschäftspartner suchen wird nicht viel einfacher sein, weil wir ziemlich viele „durch“ haben. Früher waren die Lieferungen mit tagelangem „zittern“ verbunden ob die Möbel unbeschädigt ankommen und wenn das der Fall war, konnte man eine Party veranstalten (weil das eher eine Ausnahme war). Heute bezahlt man das dreifache und weiß zwar dass die Möbel in guten Händen sind und mit denen ordentlich umgegangen wird, dafür blickt kein Mensch durch wann sie geliefert werden. Eine schwierige Situtation und es wird nicht einfach sein eine Lösung zu finden die für uns wie für unsere Kunden akzeptabel ist. Aber wir werden es versuchen.

 
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