Sperrmüll

Was tun, wenn verdächtig viele Transporter mit überwiegend ausländischen Kennzeichen plötzlich durch die Gegend fahren? Alles anketten das unter einer Tonne wiegt und auf einem Grundstück ohne Zaun nicht bereits niet- und nagelfest ist – der nächste Sperrmüll steht nämlich an. Was aber tun, wenn man so beschäftigt ist, dass man das sicherste Anzeichen des bevorstehenden Sperrmülls (in Form von vorm Haus kreisenden Transporter) nicht merkt, bzw. nicht wahrnimmt? Sich wenige Stunden später furchtbar darüber aufregen und versuchen, einer todtraurigen 4-Jährigen zu erklären, warum ihr Fahrrad, das geliebte kleine Laufrad und – damit die Katastrophe auch perfekt wird – sogar das Bobby Car weg sind. Opfer eines selbstbedienenden Sperrmüll-Fetischisten auf einem Privatgrundstück. Und einen Tag später – heute – hoffen, dass das Sauwetter noch eine Weile anhält, damit die traurige 4-Jährige nicht auf die Idee kommt rauszugehen und sich auf irgendwelchem rollenden Unterteil fortzubewegen. Zumindest so lange, bis man die Zeit hat, ein neues Fahrrad zu besorgen. Früher war Sperrmüll dazu da, Unbrauchbares loszuwerden. Heute ist er dazu da, Geld ausgeben zu müssen für Dinge, die man ohne Sperrmüll noch gehabt hätte. Und an alle Transporterfahrer die sich schon heute auf die nächste „Sperrmüll-Party“ freuen: ich werde einen Weg finden, Eure nächste Runde zu „versüßen“. In unserer Sackgasse gibt es dazu viele Möglichkeiten…

 
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