Technik-Salat (1)

Unsere Abhängigkeit von technischen Geräten habe ich bereits mehrmals thematisiert. Kurze Zusammenfassung: funktioniert die Technik nicht, funktioniert gar nichts. Kommen wir nicht ins Internet, können wir Onlinebestellungen nicht bearbeiten. Außerdem können wir nicht fakturieren und auch nicht Ware versenden – weil wir Rechnungen/Lieferscheine nicht erstellen können. Damit es bei uns niemals langweilig wird, haben sämtliche Geräte beschlossen sich zeitgleich zu verabschieden. Nummer 1: das alte geliebte Laptop Zuhause – bei dessen Anblick man zugegeben schon nostalgische Gefühle bekommt – hat von heute auf morgen beschlossen, meinen Stress nicht mehr mitzumachen (Diagnose: hinüber). Nummer 2: der relativ neue Rechner im Laden geht ins Internet wann er will, geht aus dem Internet wann er will. Ist er im Internet, kann ich Rechnungen/Lieferscheine drucken. Ist er nicht im Internet, kann ich nicht Rechnungen/Lieferscheine drucken (dafür schimpfen umso mehr). Die Nummer 3 (ein zusätzliches Laptop im Laden), wurde nach dem Umzug auf die schnelle so eingerichtet, dass er über den Hauptrechner (Nummer 2) drucken kann. Macht aber die Nummer 2 schlapp, druckt die Nummer 3 auch nicht. Neuer Rechner für den Laden (Nummer 4) wird bestellt. Neuer Rechner für Zuhause (Nummer 5) wird bestellt. Nummer 2 bricht endgültig zusammen und liegt/steht derzeit auf der Intensivstation des Technikers (Diagnose: Betriebssystem hinüber). Nummer 4 wird eingerichtet: unsere Emailadressen, Kontakte werden eingepflegt, Programme mit den ich täglich arbeite werden installiert. Zuhause wird Nummer 5 eingerichtet. Nummer 4 (fertig eingerichtet) hält ganze 3 Tage durch. Diagnose: macht was sie will und nicht was ich will (und so geht´s schon mal gar nicht). Nummer 4 geht zum Techniker bzw. Verkäufer zurück. Nummer 5 kommt in den Laden, damit gearbeitet werden kann (und über die Feiertage wieder nach Hause, damit auch gearbeitet werden kann). Gleichzeitig wird die Nummer 3 (das Laptop) so eingerichtet, damit sie auch ohne Nummer 2 (von der Intensivstation) drucken kann. Die Nummer 2 wird in den nächsten Tagen runderneuert zurückerwartet. Die Nummer 4 (die macht was sie will und nicht was ich will) wird morgen zurückerwartet – mit einer neuen Festplatte. (Ich schätze, alle Blogleser fragen sich gerade, was macht denn diese Frau mit ihren Rechnern? Ich schwöre, außer Arbeiten habe ich ihnen nichts getan.) Nun kommen wir zum Endergebnis: Nummer 1 kann man in die Tonne treten. Nummer 2 kommt ins Zuhausebüro – sobald sie wieder da ist. Nummer 4 und Nummer 5 kommen in den Laden. Und Nummer 3 kommt endlich ins Versandlager – damit mein tägliches Marathon ein Ende hat: denn bei jedem Anruf der im Lager landet darf ich unsere 30m Strecke Lager-Theke zurücklegen, um an einen Rechner zu kommen und Auskunft über Bestellungen usw. geben zu können (und bin ich dort angekommen, will der Anrufer meistens noch nebenbei wissen ob eine bestimmte Tapete lagernd ist – dann renne ich die ganze Strecke wieder zurück). Nun bin ich gespannt, ob alle unsere Geräte nach dem überstandenen technischen Chaos der letzten 3 Wochen endlich brav mitmachen und ich meine ganzen (wichtigen) Mails und Gedankenstützen endlich beisamen habe – statt auf 4 Rechnern verteilt. Halleluja.

 
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