Verkalkuliert

Nach der gestrigen Urlaubsberichtserstattung kommen wir heute zu den Dingen, die uns nach dem Urlaub erwarten. Nämlich (leider wie befürchtet) ein Berg an Bestellungen. „Leider“ deshalb, weil unsere Kunden auch während den Betriebsferien fleißig weiter bestellt haben – ich aber jetzt eine ganze Woche im Verzug bin – mit der Bearbeitung dieser Bestellungen. Also ist zur Zeit auch eine Nachtschicht angesagt, was aber nicht weiter tragisch ist, weil es tagsüber eh zu heiß ist und nachts eh wenig bzw. kaum geschlafen wird (dafür stehen in der Mittagspause im Laden genügend Betten zur Verfügung). Was ich aber bisher nicht geschafft habe, ist durchzublicken ob unsere Kunden diesen – überall auf der Webseite verteilten – Hinweis tatsächlich übersehen haben, oder sich schon mal in die Warteschlange stellen wollten, um nach den Ferien bei der Bearbeitung weiter oben zu sein. Wäre mal hilfreich zu wissen, vor allem vor dem nächsten Urlaub, sonst müsste ich nämlich an meinem Hinweis noch ein wenig feilen (habe da auch schon eine Idee: Großbuchstaben in blinkender Optik in Verbindung mit sofortigem Rechner-Absturz sobald ein Artikel im Warenkorb landet. Muss nur noch jemanden finden der sich mit der Umsetzung auskennt). Aber nun ja, „ranglotzen“ muss man/frau ja trotzdem, macht sonst keiner. Aber was tun, wenn ich eine Klitzekleinigkeit nicht einkalkuliert habe, bzw. bei meinen Vorurlaubsplanungen für die Nachurlaubszeit nicht berücksichtigt habe? Sämtliche Notfall-Pakete die im Laufe der letzten Woche angeliefert wurden, wurden beim Lieblingsgeschäft nebendran deponiert. Die „armen Jungs“ kennen das Spiel schon von den Pfingstferien – sind aber nach wie vor gerne hilfsbereit. Nun, das Lieblingsgeschäft nebendran ist ein Friseursalon – was aber nicht weiter schlimm ist – zumindest nicht dann, wenn nicht grade Montag ist. Dummerweise ist aber der erste Tag nach den Betriebsferien meistens ein Montag. Und das bedeutet: meine vor dem Urlaub bestellte Ware (die nach dem Urlaub gleich verpackt und versendet werden sollte) steht drinnen – beim Friseur – und ich draußen. Und dazwischen ist eine abgeschlossene Glastür (weil Montag). So gesehen ging es mir gestern wie einem Hund vor´m Metzgerei-Schaufenster, mit in den Augen spiegelnden Würstchen – mit dem kleinen Unterschied, dass sich in meinen Augen keine Würstchen sondern Tapeten spiegelten. Na ja, ein Tag hin oder her wäre nicht weiter tragisch, wenn da nicht sämtliche, schon erwähnte Tapeten und Bordüren dabei wären die spätestens heute oder morgen ankommen müssen, weil Deutschland im Tapezierwahn ist (und die meisten Maler ziemlich pünktlich sind. Oder waren es die Maurer? Dann gibt es vielleicht noch ein bisschen Hoffnung…). Und den Kunden wurde schon vor den Ferien versprochen, dass die Ware am 17. versendet wird. Hm, das nenn´ ich doch erfolgreiches Mist Bauen. Vielleicht wird mir aber verziehen, weil man/frau vor einem Urlaub meist urlaubsreif ist – also hab´ ich wenigstens eine gute Ausrede.

P.S. Und überhaupt, ist doch eine Frechheit dass Friseure montags frei haben – vor allem dann, wenn sie (meine) Tapeten lagern. Daran muss ich übrigens auch noch ein wenig feilen – für alle zukünftigen (Urlaubs)Fälle…

 
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