Verstärkung

Wer es noch nicht mitbekommen hat: wir suchen Aushilfen. Diese mögen bitte gestern schon anfangen, andernfalls muss ich noch mehr Schokolade essen. In diesem Zusammenhang wird uns zur Zeit die Bude eingerannt. Offensichtlich zahlen wir gut (was ich zu Anlass nehme, den Stundenlohn zu überdenken). Woran man erkennt, ob sich die Bewerberin unseren Onlineshop (inkl. Blog) angeschaut hat? In dem sie mir beim ersten Gespräch schmunzelnd mitteilt, sie könne auch Tapetenbücher einscannen (eingestellt!). Woran man erkennt, ob die Bewerberin gerne bei uns arbeiten möchte? In dem sie die Post ihrer Arbeitsagentur sofort vorlegt und mir mitteilt, sie müsse sich bei uns vorstellen (die Betonung liegt auf „müsse“) – und mich dabei alles andere als freundlich anschaut, so dass ich automatisch einen „bitte schlagen sie mich nicht“ Blick aufsetze. Woran man erkennt, dass die Bewerberin keinen blassen Schimmer hat wo sie sich bewirbt? In dem sie für ein Unternehmen mit Onlineverkauf arbeiten möchte, Ihre Bewerbung aber mit einem Kugelschreiber kaum lesbar hinkritzelt. Wenn man mich fragt, so habe ich jetzt schon genug. Hätten wir nicht so viel Arbeit – dass ich mir ein Aufgeben in dieser Sache nicht leisten kann – hätte ich längst aufgegeben. An´s Aufgeben ist aber gar nicht zu denken, weil wir so was von unterbesetzt sind und ich mir schon wie ein Hamster im Rad vorkomme – man setze mich jeden Morgen hinein und hole mich ab Abend wieder heraus, ohne dass ich voran kam oder auch ein klitzekleines bisschen von meiner eigentlichen Arbeit erledigt habe. Denn meine eigentliche Arbeit beinhaltet nicht nur Beratungsgespräche im Laden oder Bearbeitung von Onlinebestellungen, sondern auch die komplette Organisation von Fantasyroom und Pflege des Onlineshops. Die ersten Folgen sind bereits zu spüren: die Pflege des Shops wurde für knapp 2 Monate völlig auf´s Eis gelegt. Nicht nur dass diese kaum aufzuholen ist (weil ich immer weniger Zeit zur Verfügung habe), sie sorgt auch für zunehmend schlechte Laune weil der Berg auf meinem Schreibtisch immer größer wird. Bevor also der Tag kommt an dem sich der Hamster weigert morgens sein Rad zu betreten, brauchen wir ganz dringend Verstärkung. Zum Glück haben wir nach ein paar nervenaufreibenden Vorstellungen (und zugegeben auch ein paar netten Gesprächen) schon eine engere Auswahl getroffen. Ich bin gespannt was die nächsten Wochen bringen – Schokolade steht schon mal griffbereit, für alle Fälle…

 
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