Verstärkung

Lange haben wir hin und her überlegt, pro und kontra abgewogen und nun ist es ofiziell: ab August diesen Jahres bekomme ich eine tatkräftige Vollzeitunterstützung. Und wer wäre dafür besser geeignet als jemand der Fantasyroom mit aufgebaut hat, mindestens 2-3 mal die Woche im Lager Möbel kommissioniert und samstags in der Regel im Laden und Lager (mit)steht – mein Mann. Da unsere Aushilfskraft im kommenden Sommer Nachwuchs bekommt und sich Ende Juni von uns verabschiedet, stellte sich vor Monaten die Frage wie es nun weiter gehen soll. Bereits nach kurzer Zeit stand fest dass Fantasyroom ein kleines, aber feines Familienunternehmen bleiben soll – denn nur so macht es mir bzw. uns Spaß. Sicherlich werden wir mit der Zeit weitere Aushilfskräfte benötigen (spätestens mit Vergrößerung des Ladenlokals), aber jemand der Tag für Tag wichtige Arbeiten abnehmen kann und dazu flexibel ist bleibt trotzdem unumgänglich (und außerdem kapituliert die Frauenpower spätestens wenn es an die großen Möbelpaletten im Lager geht). Meine Gedankengänge sind zur Zeit um ein vielfaches komplexer als das Gleisnetz der deutschen Bahn, und mittlerweile kommt es leider immer häufiger vor dass Dinge liegen bleiben – weil sie von mir einfach vergessen werden. Es gibt immer mehr Dinge an die ich gleichzeitig denken muss und noch viel mehr Dinge die ich gleichzeitig erledigen muss. Abgesehen von der Kundenbetreuung und Beratung im Laden werden Beratungen per Mail und am Telefon durchgeführt. Zusätzlich bin ich täglich mindestens 8 Stunden damit beschäftigt, Onlinebestellungen zu bearbeiten, zu verpacken und auszuliefern. Ganz zu schweigen von Artikelpflege im Onlineshop und Neuheiten. Nicht selten stelle ich mir selbst die Frage wie das alles überhaupt noch funktioniert, aber da ich keine Antwort darauf habe nenne ich es einfach mal die Liebe zu dem was ich tue. Liebe hin oder her, der Tag hat leider nur 24 Stunden und diese reichen bei weitem nicht mehr aus. Die geplanten Veränderungen werden also immer dringender um uns alle zu entlasten: mich, die Fantasyroom von A bis Z organisiert, meinen Mann der zur Zeit 2 Jobs hat und die Familie, die aus Zeitmangel kaum noch zusammen kommt – und allein das ist ein Grund genug, sich dringend Gedanken über die möglichen Alternativen zu machen. Der Monat Juli wird also für mich wie Weihnachtsgeschäft mitten im Sommer, weil komplett allein im Laden (und bei der Onlinearbeit sowieso), aber ab August sind wir zu zweit und werden uns die Kundenbetreuung so gut es geht teilen. Die Zeit bis dahin wird übrigens für die Einarbeitung genutzt und als erste Maßnahme gibt es für den neuen Mitchef ein Crashkurs bei Bopita Ende nächste Woche – Bopita veranstaltet nämlich eine Hausmesse, und der Zeitpunkt könnte nicht besser sein. Es gibt also viel zu tun und da kommen unsere Pfingstferien wie gerufen, um die Seele vor den bevorstehenden arbeitsreichen Wochen und Monaten ein wenig baumeln zu lassen…

 
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