Was ist´n das?

Sonntag Nachmittag – die Familie Wilke beschäftigt sich mit einem Tapetenbuch. Na ja, eigentlich nur ich, die restlichen Familienmitglieder werden aufgrund eines Notfalls zu Hilfe gerufen. 4 Paar Augen starren eine Unitapete an und rätseln über ihre Farbe.
Ich: was ist´n das?
Pause.
Chef: hm.
Juniorchefin: hm.
Juniorchef: oh!
Okay, 2. Versuch.
Ich: aubergine hell? Ganz hell?
Chef: altrosa-altlila-gemischt?
Juniorchefin: alsooo, ein bisschen braun ist da auch.
Juniorchef ist sprachlos.
Pause.
3. Versuch.
Ich: Leute, konzentriert euch.
Chef: blasslila-braun-gemischt?
Juniorchefin: …und ein bisschen rosa.
Juniorchef: rosa-lila-kack… (piiiiep!) braun-gemischt?
Pause.
Herstellerangabe auf französisch schafft Abhilfe. Ins deutschisch übersetzt kommt „Obst“ heraus. (Abgesehen davon dass es ein faules sein muss, welches Obst?) Übersetzung von französisch ins englisch und von englisch ins deutschisch bringt uns endlich zum Ziel.
Ich: Pflaume! Ja!
Applaus. Warum sind wir bloß nicht gleich darauf gekommen? Pause. Nachdenken. 4 Kritische Blicke auf die Pflaume gerichtet. Dann die unvermeidliche Frage: Aber wer wählt denn nur diese undefinierbare Farbe für die Kinderzimmerwände??? An dieser Stelle muss sogar ich als bekennender (Zitat vom Chef) „Tapetenjunkie“ passen.  Aber bald ist ja Herbst und die Pflaumensaison beginnt – also gilt es, die Wände farblich auf den Inhalt der Obstschale abzustimmen. Ich gebe zu: es hat gedauert, bis wir dahinter gekommen sind.

 
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