Waschanlage

Dass frau auch immer Hunger haben muss wenn es regnet schüttet. Schon mal bei Wolkenbruch beim großen M was bestellt? Wohlgemerkt direkt aus dem Auto, weil ich dachte, bei dem Mistwetter steig´ ich nicht aus. Wäre ich ausgestiegen, wäre ich auch nicht viel nasser geworden (nur vielleicht gleichmäßiger). Denn die M-Leute sind richtig gemein: der Übergabe-Schalter (happa happa gegen Geld) ist natürlich überdacht – schließlich muss ein M-Mensch auch seine Hand raustrecken. Aber da wo bestellt wird hat man mit uns hungrigen kein Mitleid – wir werden im wahrsten Sinne des Wortes im Regen stehengelassen. Erschwerend in diesem Fall: vor mir eine Autoschlange und ich vorm Bestellschalter. Da ist nix mit Scheibe runter, rausschreien und die Scheibe wieder hoch – nein, zu viele hungrigen Autofahrer auf einmal machen zu viel Arbeit auf einmal und die nette Stimme aus dem Blechkasten sagt: willkommen bei M, einen Moment bitte! Ich habe aber keinen Moment weil ich mir wie in der Waschanlage vorkomme und auf meinem linken Fuß jetzt schon eine Schwimmflosse wächst. Vielleicht krieg´ ich statt ein paar Pommes ein Handtuch? Ich kann ja die Scheibe nicht mal ganz zumachen, weil ich dann die Stimme nicht mehr höre wann es wieder weiter geht (und hinter mir auch eine hungrige/wartende Autoschlange ist). Ganze 3 Minuten Wolkenbruch direkt ins Auto und auf meine linke Körperhälfte – auf das Getränk werd´ ich diesmal verzichten. Aber ein paar Minuten später ist die Fahrertür trockengewischt und sie glänzt auch mal wieder, zumindest von innen. Beim nächsten Wolkenbruch ist die Beifahrertür dran und ich bleibe trocken – dann fahr´ ich einfach rückwärts rein.

 
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