Werbung und Spenden

Hier habe ich schon darüber geschrieben, wie oft man bei uns anruft und etwas verkaufen andrehen will. Hauptsächlich Suchmaschinenoptimierungen. Jetzt haben uns auch andere entdeckt: überall in Deutschland werden Babybroschüren, Infoblätter und ähnliches verteilt. Mit den relativ hohen Anzeigenpreisen kann man ordentlich Geld verdienen. Also sucht man im Internet nach potenziellen „Opfern“. Das Ergebnis: wir werden anscheinend von sehr vielen gefunden (sieh mal einer an, auch ohne Suchmaschinenoptimierung), angerufen und angeschrieben. Allein um allen zu antworten, bräuchte man täglich ca. 1 Stunde (die ich nicht habe). Antwortet man nicht, schreiben sie nochmal – es nimmt also kein Ende. Natürlich ist Werbung wichtig, aber eigentlich möchten wir selbst entscheiden wo wir sie schalten. Machen die Herausgeber von verschiedenen Infobroschüren eine „Pause“, werden wir von Kindergärten und Schulen in Form von ganzen „Emailromanen“ angeschrieben und um Spenden gebeten. Zum einen habe ich keine Zeit diese Romane zu lesen (erst recht nicht um allen Spendenkandidaten zu antworten), zum anderen würde ich umsonst arbeiten, würde ich an jeden Kindergarten etwas spenden, der sich zur Zeit meldet. Nach dem Motto „Kinder sind das wichtigste auf der Welt, bitte helfen sie uns“ versucht man einem auch noch ein schlechtes Gewissen einzureden wenn man es nicht tut. Wir haben auch 2 Kinder, eins ist im Kindergarten, eins in der Schule. Wird dort etwas für die Kinder benötigt um z.B. die Räumlichkeiten für die Schülerbetreuung schöner zu gestalten, sind wir dabei. An dieser Stelle frage ich mich, warum diejenigen die uns anschreiben nicht vor Ort anfragen – nämlich bei Eltern die ihre Kinder in diesen Kindergarten schicken. Wäre doch viel einfacher für alle, oder?

 
Beitrag teilen: