Zwilling

Als ich klein war, wollte ich immer einen Zwillingsbruder haben. Jetzt bin ich (fast) groß, will keinen Zwillingsbruder mehr haben, und schwuppdiwupp – jetzt hab´ ich einen. Gott sei Dank sieht er nicht gleich aus (das denke ich zumindest), aber dafür heisst er gleich – nämlich Fantasyroom. Und nicht nur dass er gleich heisst, er ist auch noch im Bereich der Kinderzimmergestaltung tätig. Diese Kombination ist natürlich richtig übel, und in solchen Fällen wird das Frauchen zum Teufelchen. Diesmal erreichte mich der Hinweis auf meinen Familienzuwachs glücklicherweise mitten im Ladenumbau, so dass ich keine Zeit hatte richtig sauer zu werden. Und warum ich richtig sauer werden würde – unser Name ist geschützt. Angemeldet und geschützt für diese Branche. Das bedeutet, diesen Namen darf niemand außer uns (in dieser Branche) verwenden, sonst gibt´s eins auf die Mütze (auch wenn ich kleiner bin) – weil meine Rechte verletzt werden und weil ich zu seiner Zeit viel Geld investiert habe, um diesen Namen zu schützen. Innerlich schon die Boxhandschuhe ausgepackt habe ich meinen „Zwillingsbruder“ zwei Tage nach dem Umbau freundlich, aber bestimmt angeschrieben. Und tatsächlich ist die Sache ein paar Mails später geklärt – ein freundliches Entgegenkommen und das Frauchen wird wieder zum Engelchen. Danke auch an dieser Stelle.

Und die Moral von der Geschicht? Ein etwas ungewöhnlicher Name hat eben auch seine Vorteile – er lässt sich schützen. Der Nachteil von „Fantasyroom“ ist jedoch, dass uns unsere Lieferanten ab und zu Playboy Becher verkaufen wollen – so viel Fantasie wollten wir aber auch wieder nicht anregen…

 
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